Lionels Tagebuch (Teil 5), Die Zeit nach Lucys Geburt

 

 

 

 

 

Mir schwant etwas, wovon ich nicht weiß, ob ich mich darüber freuen oder daran verzweifeln soll:

 

 

 

Eliza verbringt jeden Morgen auf allen Vieren vorm WC! Das kann doch eigentlich nur heißen, dass sie schon wieder schwanger ist. Ich weiß gar nicht, wann wir das bei dem ganzen Babystress hinbekommen haben sollen?

Tja und so ist es dann wohl auch:

 

  

 

Und gerade hatten wir uns so darüber gefreut, dass Lucy ihrer Schriftstellerei nachgehen kann, während sie im Mutterschutz ist, und dabei gleichzeitig auf Lucy aufpassen.

 

  

                              

Sie macht dabei nämlich beträchtliche Fortschritte, die sich allmählich auch in barer Münze auszahlen!

 

 

Natürlich haben wir etwas unterschätzt, wie viel Zeit, Kraft und Nerven so ein kleiner Schreihals kostet. Und jetzt schon wieder schwanger … o je!

Wir wollten doch die Holzwände durch Mauerwerk ersetzen, damit wir ein richtiges Häuschen haben für unsere kleine Familie. Das wird ja jetzt noch dringlicher!

Wir werden also alles Geld investieren und Eile ist auch geboten …

So! Wenigstens ist Eliza nicht mehr jeden Tag übel, dafür ist sie natürlich weniger beweglich und die Gartenarbeit fällt ihr mitunter recht schwer.

 

 

 

 

Dann muss sie sich halt öfter mal ausruhen und an den Wochenenden übernehme ich den Babydienst:

 

 

Wir sind trotz aller Anstrengungen sehr glücklich, und wir sind auch wieder einen guten Schritt weiter:

Das Häuschen steht! – mit neuen Fenstern, neuen Türen, Fliesen im Bad und Innenanstrich, auch wenn alles noch ein wenig kahl wirkt:

 

 

                                      

 

 

 

Ich bin nur noch erschöpft, wenn der Tag vorüber ist. Aber es ist auch wunderschön so ein freundliches eigenes Zuhause zu haben. Soll ja demnächst noch viel schöner werden mit Gardinen, Teppichboden und so …

 

Erst einmal aber kommt wieder ein Rückschlag:

 

    

 

     Peinlich, peinlich! Schäm!

 

Wir lassen uns dennoch nicht unterkriegen, es wird auch wieder besser werden.

Heute habe ich schon wieder etwas verdient, Eliza hat Tantiemen bekommen  und sie hat in der Stadt unser Obst und Gemüse verkauft – sehr erfolgreich! 

 

       

                       

Und um sich von dem Schrecken zu erholen, durfte sie sich einen vergnüglichen Kinoabend leisten.

 

        Das habe ich ihr von Herzen gegönnt!

 

Ich mache mir ja ohnehin schon Sorgen, ob diese ständigen Aufregungen nicht irgendeine negative Auswirkung auf das neue Baby haben. Eliza hat aber bloß gelacht und gemeint, so empfindlich seien diese Wesen gar nicht. Schließlich müssten sie sich später in der Welt auch zurechtfinden. Hoffentlich hat sie Recht damit! Seufz!


 

 

 

 

Sie ist jedenfalls ganz heiter und gelassen, und ich darf mit dem Nachwuchs im Bauch schäkern.

Wenn ich mir vorstelle, dass ich bald die Verantwortung für eine vierköpfige Familie habe, wird mir ganz anders. Eliza hat da andere Voraussetzungen:

 

  Nur dass ich mir das bei aller Verliebtheit nicht so klargemacht habe.

 

Tja und dann tritt auch schon Lara auf die Bühne.

 

 

 

Ich bin wieder einmal in Panik und Eliza hat diesmal nur einen Gedanken: „Ab ins Krankenhaus!“ Und überraschend schnell kehrt sie wieder zurück – mit Lara! Gut, dass schon ein Bettchen bereit steht.

 



 

+

 

Meine Güte: zwei Säuglinge!

Nur gut, dass das nicht lange so andauert:

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Oh, was für ein entzückendes Kind – ich bin sprachlos vor Begeisterung! Eine Schönheit wie ihre Mama – natürlich mit grünen Augen. Wow! Aber von wem hat sie die dunklen Haare? Meinen Eltern? Elizas Eltern? Da fällt mir ein:

Meine sind ja gefärbt!! Bin doch auch ein bisschen blond – äh - doof!

 

 

Manchmal ist das Leben einfach nur schön. Und dann frage ich mich, womit ich soviel Glück verdient habe.

Ich habe mir für die ersten Tage ein wenig Urlaub genommen, um Eliza beizustehen. Da möchte ich mich intensiv um Lucy kümmern und natürlich auch mit Lara helfen.

 

 

 

 

Ob Lara auch so hübsch wird wie ihre Schwester? Im Moment kann man das noch nicht sagen! Dennoch: „Putzelchen … Lara … Lara … meine Süße … du bist das hübscheste Baby der Welt!“

 

 

 

 

 

 

Szenen aus dem Alltag: Wir tun unser Bestes, Berufstätigkeit und Kinder-aufzucht miteinander zu verknüpfen. Das klappt auch meistens irgendwie.

Nun ja – Eliza ist ja noch im Mutterschutz.

 

 

 

 

Da kann sie mal die Nachtruhe nachholen, während Lara schläft und Lucy im Sandkasten spielt, mal auch ein bisschen gärtnern. So kommt sie meist ganz gut zurecht. Wenn ich von der Arbeit komme, löse ich sie ab und sie kann schreiben – wenn die Inspiration denn mitmacht.

 

 

 

„Grüner Abend“                                                          

 

 

 

Aber manchmal geht gar nichts mehr, da können wir einfach nicht mehr. Zum Glück gibt es ja noch Babysitter! Denn heute gehen wir aus, egal was passiert!!!

 

 

 

 

 

   

 

Der Abend endet sehr genussvoll im neu tapezierten Schlafzimmer …

 

 

Das rechtfertigt in jedem Falle die Babysitterkosten!

 

 

Außerdem müssen sich die Mädels an die Babysitterin gewöhnen, wenn Eliza demnächst wieder arbeiten geht. Und Rena scheint kompetent, liebevoll und zuverlässig zu sein. Sie bemüht sich sogar um Lucys musikalische Erziehung.

 

         Was will man mehr?

 

 

 

 

„Fressen für den Zaun“

 

Je nun, ich hatte das Gefühl meine Familie schützen zu müssen, also sollte ein Zaun her. Ein Zaun kostet Geld. Das war mal wieder knapp:  

Und da kam da so ein Wettessen gerade recht.

 

        

 

1000 – in Worten tausend – Simoleons für einfach nur essen – das konnte ich mir nicht entgehen lassen. Und nun haben wir einen Zaun! Das gibt mir ein Gefühl von Sicherheit – vor allem wenn meine Lieben alleine zu Hause sind.

 

 

In der Tat scheinen wir doch eine recht erfolgreiche kleine Familie zu sein.

Ich bin befördert worden und Eliza auch:

 

      

 

Wir verdienen recht ordentlich:

 

  

      

 

Wir haben alle dazugelernt:

 

    

          


 

Wenn das mein Vater

wüsste …!

 

 

 

 

 

  

Was aber einwandfrei das Allerbeste ist! Wir müssen nie wieder Steuern zahlen:

 

 

 

Das macht jeden Gang zum Briefkasten zur reinen Freude! Und dann noch das:

 

         

 

Uns geht’s nur gut!

 

      

 

 

    

 

Dieselben grünen Augen wie alle meine Frauen! Elizas Haare! Meine Lara!

Etwas düsterer als das Strahlekind Lucy – oder täuscht das?

 

 

 

 


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