Ob das jetzt die berühmte Wochenbett-Depression ist? Jedenfalls fühle ich mich richtig angekettet, wenn Steve und die Zwillinge aus dem Haus sind. Ich muss einfach mal raus

hier! Vielleicht sollten wir uns am Wochenende mit dem Landschaftsarchitekten treffen,

um die Außengestaltung der Hofanlage zu planen? Es wird mir gut tun, wenn ich eine Vorstellung davon habe, wie wir bald leben werden.

 

 

Nun schauen wir uns das Ganze mal an und dann geht’s ans Pläneschmieden.

 

 

Als wir uns die Hofanlage ansehen, merken wir schnell, dass jeder von uns seine eigenen Vorstellungen und Wünsche hat. Ach herrje - das fängt ja gut an! Steve und ich sind zwei Dickköpfe und jeder möchte seine Wünsche durchboxen. Leon und Noel funken auch noch dazwischen und wollen ebenfalls, dass ihre Bedürfnisse erfüllt werden.

Es geht um die Gartengestaltung und die Außensanierung des Hauses. Das Fachwerk müsste aufgewertet und ausgebessert werden, das Dach neu gedeckt.

Im Garten gibt’s einiges zu tun. Zum Glück wohnt Hannes - von Beruf Landschaftsarchitekt - in der Nachbarschaft und hat sich angeboten zu helfen. Er steht vor einer großen Herausforderung, da jeder andere Ansichten von "Garten" hat und die Prioritäten doch sehr unterschiedlich sind. Aber Hannes verspricht, alles unter einen Hut zu bringen, nachdem jeder ihm eine Wunschliste – die die anderen nicht kennen! - übergeben hat. Wir dürfen also gespannt sein!

 


 

„Hier stelle ich mir den perfekten Teich zum Angeln vor und gleich dabei einen Grillplatz

zum Zubereiten und Verzehren der Fische. Das wäre für mich Entspannung pur!“

 


„Toll – hier gibt es genug Platz für einen richtig großen Abenteuerspielplatz!“ – „Ja, aber

ein Schwimmbecken wäre genauso wichtig – und zu klein darf es auch nicht sein.“

 

 

Mir gefällt das ganze Haus von außen nicht! Das sieht so bäurisch aus! Irgendwie sollten da andere Farben her, die das Ganze moderner wirken lassen. Vielleicht sollte man den ollen Putz abschlagen, so dass die Steine wieder zum Vorschein kommen? Und wenn das Dach sowieso neu gedeckt werden muss, dann hätte ich auch dafür gerne eine andere Farbe – auch wenn Steve das nicht verstehen will!

Doch nach einiger Zeit habe ich mich durchgesetzt und das Gebäude soll jetzt so aussehen:

 


 

Letztlich habe ich mich dann doch noch zu einigen Änderungen durchgerungen: Die Balken werden grau und die Fenster und Türen blau, aber die Steine sollen doch verputzt werden und ich möchte andere Fenster und Türen! Steve ist das völlig egal, er findet da kaum einen Unterschied – nun ja über Stilfragen kann man mit ihm nicht diskutieren.

 

 

 

Inzwischen ist das Haus soweit fertig und Hannes Wasserau ist vorübergehend dort eingezogen, um die Gartengestaltung an Ort und Stelle zu verfolgen. Nun – wenn es ihm nichts ausmacht, dort zu hausen … ein paar olle Möbel sowie Küche und Bad gibt es noch … Wir selber sind ja mit dem Baby so beschäftigt, dass ich sehr froh darüber bin.

Nach einigen Wochen hat Hannes uns zum Grillen eingeladen. Wir sollen bewundern, was schon fertig gestellt ist, nämlich den Schwimmteich?!! Und den Abenteuerspielplatz!

Schwimmteich – na so was … Hannes sagt, das sei der Kompromiss zwischen Angelteich

und Schwimmbecken … Sicher, da hat er Recht. Jetzt sind wir aber alle äußerst gespannt!

Leon und Noel können das Wochenende schon gar nicht mehr abwarten, so dass wir gleich am Freitag nach der Schule hin müssen.

 

Neugierig machen wir uns auf den Weg, Steve freut sich auf den neuen Teich und fragt sich,

wie Hannes das mit dem Schwimmbereich geschafft hat. Nicht, dass die Fische gestört werden!

Die Jungs sind völlig aufgeregt, weil sie nun tatsächlich im Teich schwimmen können sollen. Und dann ist da natürlich die Frage, was der Spielplatz zu bieten hat.

Mir geht es mehr um die Optik: Ob das wohl alles harmonisch aussieht? Und dann muss

ich unbedingt mit Hannes wegen des Küchengartens reden.

Schon auf den ersten Blick sind wir überwältigt:

 

 

 

Das sieht doch schon mal großartig aus! (Auch wenn Hannes sagt, der Garten sei noch in Arbeit.)

 

 

 

Hier also soll der Küchengarten seinen Platz finden. Wir müssen aber alles noch genau besprechen. Ich brauche auch einen Arbeitstisch zum Umtopfen und so …

Und das also ist der Abenteuerspielplatz! Na – da hat Hannes aber nicht gekleckert, sondern gleich geklotzt!

 



Was für ein Kinderparadies … Noel und Leon sind nahezu sprachlos – was selten vorkommt! „Richtiger Sand! So viel! Alles für uns?“ Und dann stürzen sie sich natürlich sofort ins Vergnügen. Alles muss ausprobiert werden. Hannes ist ein Genie. Und dieser riesige Spielzeugtiger ist ein grandioser Gag.

 


 

Erst langsam merken sie, was der Platz sonst noch so zu bieten hat: Piraten-Schatztruhen,

ein richtiges 2-Mann-Zelt zum draußen Campen, Sitz-Schildkröten und …

auch das ist eine Riesenüberraschung: 2 Hängematten! Einfach super!

 


 

 

                             

 

Vor lauter Freude haben sie glatt das Schwimmbecken vergessen …

Ich dagegen lege erst einmal Roy im Kinderwagen ab und dann nutze ich die herrliche Gelegenheit zum Baden. Das ist aber auch ein fantastisch neues Schwimmgefühl:

kein so steriles Becken, sondern Natur pur! Einfach genial!

 

 

 

 

 

 

Na ja – sie haben es dann doch noch entdeckt! Und sind selig ...

 

 

 

Ja – und da ist ja auch Steve – natürlich beim Angeln – was auch sonst? Am Abend will

Steve dann zum Abschluss noch den Grill ausprobieren. Zwar gibt es keine Fische – soviel

hat er dann doch nicht gefangen – aber Hannes hat uns ein paar Hotdogs spendiert.

(Steve hat beschlossen, noch ein paar andere Fischarten einzusetzen. Angler!!!)

 

 

 

Und so feiern wir dann das Ende eines herrlichen Tages beim gemeinsamen Essen.

 

 

 

Wir freuen uns alle schon darauf, hier einziehen zu können. Leider ist es noch ein weiter

Weg bis dahin. Doch da wir ja quasi nebenan wohnen, versprechen wir den Kindern, demnächst die Wochenenden hier zu verbringen. Dann könnte ich auch schon Kräuter

und Gemüse anpflanzen …

 

Auch hier hat Hannes Großartiges hingekriegt. Er hat mir beim Bepflanzen mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Ich bin nämlich schon wieder schwanger und Roy ist bald kein Säugling mehr. Da bin ich so fertig und habe so viel zu tun, dass ich zu gar nichts richtig komme.

Also große Freude über den gelungenen Gemüse- und Kräutergarten!

 

 

Und an meine Arbeitsbank hat er auch gedacht! Perfekt!

 

 

Nun kann ich mir vorstellen, dass das Gärtnern hier Spaß macht – in dieser Umgebung … ich fühle mich wirklich wie in einem englischen Cottagegarten. So werden Träume wahr!

Ach Hannes – wie schön! Die Givens im Glück!

 

 

Seht euch nur diese Pracht an! Hier werde ich meine freie Zeit verbringen – seufz!

 

 

 

Roys Geburtstag wollen wir noch in unserer Notunterkunft feiern, aber dann ziehen wir um. Denn wie wir es geschafft haben, wieder schwanger zu sein, obwohl Steve kaum Zeit hatte, wissen wir selber nicht so recht ... nun ja - alles ist möglich … gelegentlich war er ja auch da und dann muss ich an den einen Morgen denken, als Steve gar nicht zur Arbeit gehen wollte …

 

 

 

… und wir irgendwie im Bett gelandet sind. Schließlich müssen Babys ja auch

einmal schlafen …

 

 

 

Tja – wenn ich es recht bedenke, wird es wohl da passiert sein …

 

 

 

 

… ein bisschen Spaß ab und an muss eben sein!

Das Gartenprojekt hat uns nämlich ein wenig auseinander gebracht, weil Steve so oft weg war. Die Kinder haben ihren Papa vermisst, denn der kam meist erst zur Bettzeit der Kinder nach Hause. Und das soll nun vorbei sein, auch wenn wir auf einer Baustelle leben müssen.

Wir haben ja diesen herrlichen Garten.

Ich will nun zuerst die Küche in Angriff nehmen! Das ersetzt uns fast ein Wohnzimmer. Und zwar wünsche ich mir eine große moderne, aber dennoch urgemütliche Landhausküche mit entsprechender Essecke - eine Küche, in der auch die Kinder ihren Platz haben.

Farben habe ich mir auch schon ausgesucht, schließlich bin ich nicht nur leidenschaftliche Köchin, sondern auch Malerin! Also – mal sehen, was der Farbkasten so hergibt: Pink und sanftes Gelb oder Blaugrau mit frischem Lila  -  oder doch lieber ein zartes Hellgrün?

Steve verzweifelt ein wenig, denn es sind "Weiberfarben", wie er spöttisch sagt. Dafür verspreche ich ihm, dass er später in seinem Arbeitszimmer machen darf, was er möchte – so großzügig bin ich! (Und wie gesagt: Er versteht ja doch sowieso nichts von Stil!)

 

 

Ja – dieser gemeine Kerl musste fotografieren, während ich noch an der Arbeit war … ist doch alles noch gar nicht soweit. Nein – das soll kein Dschungel werden, sondern die Küche … ach – heul … In letzter Zeit muss ich ständig heulen, aber ich weiß schon, das sind bloß die Hormone. Mensch bin ich froh, wenn die Küche fertig ist  und wir umziehen!


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